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29 März 2023

Sind Clubsorten ein Ausweg für Obstbauern?

Sind Clubsorten ein Ausweg für Obstbauern?

Quelle: Vilt.be. VILT ist das Flämische Informationszentrium für Landwirtschaft und Gartenbau.

Ein Artikel von Vilt.be. Im Obstsektor herrscht ein Unbehagen, das zum Teil auf den Krieg in der Ukraine zurückzuführen ist, der zu einem Überangebot und einem Mangel an fairen Preisen führt, wofür die Obstbauern erst letzten Monat beim Einzelhandelsverband Comeos in Brüssel demonstrierten. Gleichzeitig weisen Experten auf das Potenzial von Clubsorten hin. Bei diesen Sorten hat der Lizenznehmer die Kontrolle über die Menge, und ein Überangebot kann vermieden werden. Auch besondere Eignschaften wie Geschmack, Haltbarkeit und Vermarktung machen Clubsorten für den Einzelhandel interessant. Doch die flämischen Obstbauern reagieren eher zögerlich, aus Angst, ihre Freiheit zu verlieren.

Die Verzweiflung der Obstbauern liegt vor allem an den schlechten Preisen für Äpfel. Das Obst bringt seit Jahren wenig Geld ein und erreichte im vergangenen Jahre einen historischen Tiefstand. Aufgrund des Krieges in der Ukraine gelangten polnische Äpfel, die für den russischen Markt bestimmt waren, plötzlich auf den europäischen Markt, und es wurden Preise von 35 Cent gezahlt, während der Obstbauer mindestens 60 Cent erhalten sollte, argumentiert Xavier Laduron, wallonischer Apfelbauer und das Gesicht hinter der Obst-Aktionsgruppe CepiFruit.

CepiFruit war zusammen mit der Aktionsgemeinschaft der Obstbauern einer der Organisatoren des Protestes in Brüssel im vergangenen Monat. Dutzende von Obstbauern waren mit ihren Traktoren zum Handelsverband Comeos marschiert, um bessere Preise zu fordern. In den anschließenden Gesprächen brachte Comeos ein, dass der Obstpreis durch ein internationales (Über-)Angebot und eine immer weiter sinkende Nachfrage in Belgien bestimmt wird. Die Obstbauern sagen, dass sie immer noch in Gesprächen mit den Einzelhändlern sind, insbesondere um belgischen Äpfeln in den Verkaufsregalen Vorrang zu geben, schließen aber weitere Maßnahmen nicht aus.

Starker Rückgang der Anbaufläche ist offensichtlich

Die Obstbauern Albert-Jan Markvoort und Gerty Wauters aus Tienen blicken mit Sorge auf den maroden Obstmarkt in Flandern. Im März beschneiden sie ihren Obstgarten und werden dabei von einer Reihe von Saisonarbeitern unterstützt. Aufgrund der mittelmäßigen Preise in den letzten Jahren blicken die Obstbauern skeptisch in die Zukunft. ''Wenn es nicht meine Leidenschaft wäre, hätte ich schon längst aufgehört'', sagt Marktvoort, der seinen Sohn ausdrücklich davon abhält, Obstbauer zu werden. Er rechnet mit einem starken Rückgang der Obstanbauflächen in Flandern, wenn der Einzelhandel die Preise nicht anhebt.

Um die negatieve Entwicklung aufzuhalten, haben die Obstbauern vor einigen Jahren Clubsorten eingeführt. Vor drei Jahren wurde die Clubsorte Bonita in den Boden gebracht und letztes Jahr wurden die ersten Äpfel geerntet. Der Apfel, der unter anderem in den Regalen von Lidl landet, wird besser bezahlt, sagt Wauters. Außerdem werden die Apfelsorte das ganze Jahr über zu einem stabilen Preis verkauft und die Nachfrage des Einzelhandels sei konstant, sagt sie. ''Das ist also ein gutes Zeichen.''

Albert-jan Markvoort

Gerty Wauters

Die neue Apfelsorte ist eine Kreuzung zwischen Topaz und Cripps Pink. Markvoort und Wauters loben unter anderem die Resistenz des Apfels gegen Schorf. Dies scheint den Anbau der Sorte auch in Zukunft zu garantieren, wenn Einsatz von Pflanzenschutzmitteln eingeschränkt wird. "Außerdem ist der Ertrag pro Hektar anständig und der Apfel kann auch lange gelagert werden.

Clubsorten in Belgien

Bonita ist eine von 13 neuen (Club-)Sorten, die in unserem Land angebaut werden, wie aus den Statistiken des Proefcentrum Fruitteelt hervorgeht. Eine Clubsorte ist eine Sorte, die im Besitz des Baumzüchters ist. Wer sich für eine bestimmte Sorte interessiert, kann einen Vertrag mit dem Eigentümer abschließen und zahlt dann Lizenzgebühren pro verkauftem Kilo. Derjenige, der die Verwertungsrechte besitzt, wirbt dann bei Obstbauern und Supermärkten um die neue Sorte. Im Fall von Bonita kümmert sich Appelselect um die Vermarktung, während Gerty Wauters die Kontakte zu den Bonita-Erzeugern pflegt.

Mit anderen Worten: Bei einer Clubsorte liegt ein geschlossenes Kettenkozept vor, und der Lizenzinhaber kann seine eigenen Spielregeln festlegen. So hat man zum Beispiel die Kontrolle über die Anbaufläche, und eine Überangebot, das zu niedrigeren Preisen führt, kann verhindert werden. Clubsorten haben auch Vorteile für Supermärkte, weil sie unverwechselbar sind. Außerdem haben die Lizenzinhaber viel Kontrolle über die Qualität der Äpfel, und es wird auch Geld für die Vermarktung ausgegeben.

"Letzlich geht es darum, abzuwarten, ob sich eine Clubsorte im Supermarkt durchsetzt. Das ist eine langfristige Aufgabe" Gerty Wauters - Obstbauer aus Tienen

Ausgefeilte Marketing erklärt unter anderem den Erfolg von Kanzi, einer belgischen Rasse, für die unter anderem BelOrta die Lizenz besitzt. Kanzi ist jedoch eine Ausnahme, und die meisten Clubsorten haben nicht annähernd so viel Erfolg. ''Letztendlich muss man abwarten, welche Clubsorte sich im Supermarkt durchsetzt, und das ist oft eine Frage der Langfristigkeit. Es ist eine Investition'', sagt Wauters.

Eine Statistiek von Proefcentrum Fruitteelt zeigt, dass die Einführung von Clubsorten in Belgien trotz des vermuteten Potenzials im Vergleich zu anderen europäischen Ländern hinterherhinkt. Europaweit wurden im vergangenen Jahr 6,1% neue Sorten angebaut, mit Ausreißern auf nationaler Ebene in Frankreich (+18,5%), Italien (+14%) und den Niederlanden (+13,7%). In Belgien entfielen im vergangenen Jahr 4,5% der Gesamterzeugung auf Clubsorten. ''Die belgischen Obstbauern zögern, ihre Freiheit aufzugeben,'' erklärt Jef Vercammen von PC Fruit. Dennoch sieht auch Vercammen in den Clubsorten das Potenzial, dass Blatt in diesem Sektor etwa zu wenden. Theoretisch könnten die Clubsorten mit einer geschickten Marketingstratagie auch den rückläufigen Apfelkonsum umkehren.

Quelle: Vilt.be. VILT ist das flämische Informationszentrum für Landwirtschaft und Gartenbau und wurde 1996 als gemeinnützige Organisation gegründet. Das Leitbild der Organisation lautet wie folgt: Durch Information und Kommunikation fördet und unterstützt VILT auf unabhängige Weise eine bessere Kenntnis und ein besseres Verständnis der flämischen Landwirtschaft und des Gartenbaus im weitesten Sinne des Wortes.

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